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Politische Auswirkungen

DAC8, MiCA und DORA

Warum DAC8 Spannungen mit dem europäischen Ziel eines regulierten, sicheren und widerstandsfähigen Kryptomarkts erzeugt.

Aktualisiert am

Die Europäische Union hat MiCA geschaffen, um Krypto-Assets in einen regulierten Markt zu bringen, und DORA, um die operative Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors zu stärken. DAC8 fügt sich unbequem in diese Ziele ein, wenn es regulierte Kanäle persönlich riskanter erscheinen lässt.

Kommen Nutzer zu dem Schluss, dass regulierte Anbieter automatisch identitätsgebundene Datenspuren erzeugen, die durchsickern können, kann DAC8 das Vertrauen in genau den Markt untergraben, den MiCA legitimieren soll.

Kurzantwort

Die EU hat MiCA konzipiert, um Krypto-Assets in einen regulierten Bereich zu bringen, und DORA, um dessen Sicherheit und Widerstandsfähigkeit zu stärken. DAC8 erzeugt Spannungen mit dieser Strategie: Indem es regulierte Anbieter zur Quelle einer automatischen Übermittlung sensibler Steuerdaten macht, sendet es den gegenteiligen Anreiz.

Die vorsichtigsten Nutzer könnten versuchen, den regulierten Bereich zu meiden, was dem Ziel von MiCA widerspricht und das Vertrauen schwächt, das DORA festigen soll. Eine gezielte steuerliche Zusammenarbeit über das Auskunftsrecht wäre mit beiden Rahmenwerken besser vereinbar.

Wichtige Fakten

TextNummerZweck
MiCAVerordnung (EU) 2023/1114Zulassung, Governance, Kundenschutz und Beaufsichtigung von CASPs
DORAVerordnung (EU) 2022/2554IKT-Risikomanagement, operative Widerstandsfähigkeit, Tests, Vorfallmeldung, Beaufsichtigung kritischer Anbieter
DAC8Richtlinie (EU) 2023/2226Erhebung, Meldung und automatischer Austausch von Krypto-Steuerinformationen

MiCA: Nutzer in den regulierten Bereich locken

MiCA schreibt einen Rahmen für Zulassung, Governance, Kundenschutz und Beaufsichtigung von Anbietern von Krypto-Dienstleistungen (CASPs) vor.

Das implizite Ziel ist klar: den regulierten Markt sicherer zu machen als Offshore-, intransparente oder unbeaufsichtigte Kanäle.

DORA: Widerstandsfähigkeit stärken

DORA zielt auf IKT-Risikomanagement, operative Widerstandsfähigkeit, Tests, Vorfallmeldung und die Beaufsichtigung kritischer Anbieter.

Dieser Rahmen drängt regulierte Akteure dazu, in Sicherheit und Robustheit zu investieren.

DAC8: ein gegenläufiger Anreiz

Bedeutet die Nutzung eines regulierten CASP die automatische Übermittlung sensibler Daten an Steuerbehörden und ein internationales Netzwerk, werden manche rationalen Nutzer versuchen, diese Akteure zu meiden.

Das Ergebnis kann MiCA widersprechen: Die vorsichtigsten Nutzer verlassen den regulierten Bereich, während gewöhnliche Nutzer exponiert bleiben.

Der Widerspruch

Europa kann nicht gleichzeitig regulierte Krypto-Dienste fördern und diese Dienste zur Standardquelle einer massenhaften, sensiblen Meldung machen, ohne die Sicherheitsfolgen zu berücksichtigen.

Dieser Widerspruch betrifft direkt DORA: Ein Rahmenwerk, das entwickelt wurde, um das operative Risiko zu senken, wird mit einer identitätsgebundenen Datenbank kombiniert, die durchsickern oder missbraucht werden kann. Das Vertrauen in genau den Markt, den MiCA legitimieren soll, kann dadurch sinken.

Ein kohärenterer Weg

Eine gezielte steuerliche Zusammenarbeit über das Auskunftsrecht wäre mit MiCA und DORA besser vereinbar. Sie würde die Attraktivität des regulierten Sektors erhalten und der Verwaltung zugleich verhältnismäßige Ermittlungsinstrumente geben.

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