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DAC8 verstehen

DAC8 kurz erklärt

DAC8 führt eine automatische steuerliche Kryptomeldepflicht ein und schafft damit Risiken, die über die Besteuerung hinausgehen, indem Identität, Wohnanschrift, Transaktionen und Wert miteinander verknüpft werden.

Aktualisiert am

DAC8 ist die europäische Umsetzung der automatischen Meldepflicht, angewendet auf Krypto-Assets. Sie macht Krypto-Dienstleister (CASPs) zu automatischen steuerlichen Meldeintermediären. Seit dem 1. Januar 2026 müssen CASPs Informationen über ihre Kunden und deren Transaktionen erfassen und übermitteln; diese Daten werden an die Steuerbehörden gemeldet und anschließend automatisch zwischen ihnen ausgetauscht.

Das Problem ist nicht die Existenz einer Kryptobesteuerung. Das Problem ist der Aufbau eines Massenerfassungssystems, das bürgerliche Identitäten, Wohnanschriften, Steuerwohnsitze, Krypto-Transaktionen und Übertragungsinformationen miteinander verknüpft, in Systemen, die später leaken oder missbraucht werden können.

Kurzantwort

DAC8 ist die europäische Version der automatischen Meldepflicht, angewendet auf Krypto-Assets. Seit dem 1. Januar 2026 erfassen Krypto-Dienstleister Informationen über meldepflichtige Nutzer und Transaktionen, melden diese an die Steuerbehörden, und diese Informationen werden anschließend automatisch ausgetauscht.

Das eigentliche Problem ist nicht die Kryptobesteuerung, sondern der Aufbau einer Massendatenbank, die bürgerliche Identitäten, Wohnanschriften, Krypto-Transaktionen und Wert miteinander verknüpft und damit ein physisches Risiko für Inhaber und ihre Familien schafft.

Wichtige Fakten

FrageAntwort
Offizieller NameRichtlinie (EU) 2023/2226 (DAC8)
Französische UmsetzungDécret Nr. 2025-1276 vom 19. Dezember 2025
Pflichten gelten ab1. Januar 2026
Erster MeldezeitraumAktivität 2026
Meldende AkteureKrypto-Dienstleister (CASPs)
ZweckErfassung, Meldung und automatischer Austausch von Kryptoinformationen
Position von Bull BitcoinAblehnung der Massenerfassung, nicht der Kryptobesteuerung

Was sich mit DAC8 ändert

DAC8 verschiebt den Schwerpunkt der Compliance. CASPs reagieren nicht mehr nur auf gezielte Anfragen: Sie werden zu den jährlichen Sammlern einer Datenbank, die die Steuerbehörden nutzen können.

Ab der Aktivität des Jahres 2026 werden Daten zu meldepflichtigen Nutzern und Transaktionen erfasst, an die Steuerbehörden gemeldet und anschließend automatisch zwischen ihnen ausgetauscht.

Welche Daten gemeldet werden

Zu den gemeldeten Daten können die Identität des Kunden (Name, Wohnanschrift, Geburtsdatum), Steuerwohnsitze, Steueridentifikationsnummern, Krypto-Fiat- und Krypto-Krypto-Transaktionen, Übertragungen sowie Werte, Einheiten und Anzahl der Vorgänge gehören.

Der Geltungsbereich umfasst somit sowohl Identifikationsdaten als auch detaillierte Transaktionsdaten, nicht nur ein isoliertes steuerpflichtiges Ereignis.

Warum das Risiko anders ist

Eine Blockchain-Adresse ist keine einfache Kontonummer. Kryptodaten unterscheiden sich von gewöhnlichen Finanzdaten: Auf einer öffentlichen Chain kann eine Adresse Zugang zu einer finanziellen Historie geben, die sichtbar, dauerhaft und in die Zukunft erweiterbar ist.

Ein Bank-Leck legt oft begrenzte Informationen offen. Ein Leck von Blockchain-Adressen kann eine dynamische Landkarte von Beständen, Gegenparteien, Gewohnheiten und zukünftigen Bewegungen offenlegen.

Warum es auch Nicht-Inhaber betrifft

Physische Angriffe im Zusammenhang mit Krypto-Assets richten sich nicht nur gegen Inhaber. Angehörige, Ehepartner, Kinder und Eltern werden zu Druckmitteln. Sobald identitätsverknüpfte Kryptodaten entweichen, können mögliche Folgen Zielgerichtetheit, Erpressung und Druck auf Familien umfassen.

Die eigentliche Wirkung einer DAC8-Datenbank beschränkt sich daher nicht auf die Nutzer der CASPs. Sie erstreckt sich auf den identifizierbaren familiären Umkreis um sie herum.

Position von Bull Bitcoin

Bull Bitcoin stellt weder das Prinzip einer verhältnismäßigen Steuerzusammenarbeit noch die Kryptobesteuerung infrage. Wir wenden uns gegen eine Massenerfassung, die bürgerliche Identitäten, Wohnanschriften, Kryptoaktivität und wirtschaftlichen Wert miteinander verknüpft und ein physisches Risiko schafft, ohne dass deren Wirksamkeit hinreichend belegt wäre.

Die Alternative existiert bereits: das gezielte, begründete Auskunftsrecht, angewendet auf identifizierte Steuerpflichtige.

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